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vtw Storys

The Work mit Schizophrenie

von Christina Elisabeth Meyn
12.08.2026

"The work ist wie ein leuchtender Kompass, der mir in den dunkelsten Räumen meiner Seele den Weg zur Tür weist". Und diese Räume waren sehr dunkel. Diagnose: Schizophren. Und darauf hin ein Suizidversuch. 

 

Ich habe dann irgendwann die Work kennen gelernt und 2014 hat Katie (oder BKI) mir ein Stipendium für die School gewährt. In diesem Mai habe ich jetzt das "Ja" bekommen dafür, dass ich mich, wenn ich alle Kurse gemacht und alle VTZs beendet habe, Lehrcoachin werde nennen dürfen. Und das beschäftigt mich, denn ich werde irgendwann den Übergang von der Schülerin zur Lehrerin vor mir haben...wenn ich es möchte. Die Frage, die ich mir nun seit Wochen stelle ist: "Wie kann ich der Welt mit meiner Erfahrung am besten dienen?"

 

Es ist mir zu riskant, the Work für Schizophrene anzubieten, denke ich. Ich arbeite seit 2010 in der Psychiatrie als "Expertin aus Erfahrung" und ich weiß, dass es  Risiken gibt, die Menschen wie ich eingehen müssen, wenn sie worken wollen. Ich selber habe meinen Therapeuten nie erzählt, dass ich worke, hauptsächlich weil ich, als ich das Stipendium bekam, nicht in der Lage war bei irgendwem dafür um Erlaubnis zu bitten, ob ich gehen darf. Ich musste einfach da hin. Und es war das Richtige.

 

Ich schreibe diese Geschichte, weil ich mich zur Verfügung stellen will, für Betroffene oder Angehörige, die Fragen haben. Ich möchte die Risiken klar benennen, und wie ich es geschafft habe, ihnen einigermaßen erfolgreich zu begegnen. Es ist ein Weg, den man eigenverantwortlich gehen muss und es gibt Dinge, vor denen ich gerne gewarnt worden wäre oder andersherum: Dinge, von denen ich gemerkt habe, dass sie gut klappen.

 

Ich biete also kostenfrei meine Erfahrung für ein Gespräch an, falls es jemanden gibt, der sie benötigt. 

 

Und sollte jemand erwägen, über The Work bei psychisch Kranken zu forschen, oder darüber zu berichten, ich würde auch da zur Verfügung stehen. The work war für mich ein extrem schmerzhafter Weg, aber er ist der einzige therapeutische Weg, der für mich funktioniert hat. Es wäre mir wichtig, dass andere, die in genauso dunklen Räumen ihrer Seele feststecken wie ich, die Tür finden. Ich bin heute noch nicht geheilt, aber ich komme sehr viel besser klar, und ich habe Hoffnung für die Zukunft. Das war vorher undenkbar.

 

Also: Wenn ihr Fragen habt, sprecht mich an.

 

 

 

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